Bach-Notizen

Die Notizen sind Protokolle der gehaltenen Vorträge.

Sie richten sich an Menschen, die beginnen, sich für Bachs Leben und Werk zu interessieren.

Für eventuelle Unschärfen bitte ich um Nachsicht.

 

Die Notizen der Abende sind fortlaufend aneinandergehängt.

Die unterstrichenen Web-Adressen sowie Wörter sind mit einem Link versehen, die meistens ein Hörbeispiel in Youtube aufrufen.

 

Quellen

  • Peter Williams, J. S. Bach: Ein Leben in der Musik, 2008
  • Andreas Kruse, Die Grenzgänge des Johann Sebastian Bach: Psychologische Einblicke, 2013
  • Luise Reddemann, Überlebenskunst, 2006


Abend_1 vom 8. September 2016


_1__Stimmbildung___
• Lippenform „o“: eher Mischlaut „o-a“, damit die Lippenform nicht ein beengendes „o“ ertönen lässt.
• Kieferbeweglichkeit: gähnen.
• Text immer wieder in den Hintergrund schicken und Klangbad im Vordergrund hören („Opern-Sound“)
• Lange, klangvolle, freie (nicht gepresste) o-a-Töne zum Klingen bringen: Laut - Leise - crescendo.

_2__Leben Bach: Lebte neben dem Windschatten, lebte im Gegenwind___
Alles Wissen fusst auf dem Nekrolog (Nachruf) Bachs, der zu weiten Teilen von seinem Sohn Carl Philipp Emanuel verfasst wurde. Es existieren nur noch sehr wenige Briefe/Zeugnisse, die Bach persönlich verfasst hatte.

• Mit 9 Jahren schon Vollwaisenkind.
• Stiefmutter musste wegen Geldmangel alle Geschwister verteilen. J.S. Bach wurde von seinem älteren Bruder Johann Christoph Bach aufgenommen.
• Bach kopierte schon in diesem Alter Werke der Zeit: kopieren war die beste Art, Komposition zu studieren.
• Unklar ist, ob Bach auf den Tasteninstrumenten weitgehend Autodidakt war oder ob sein Bruder sich wirklich die Zeit genommen hatte, ihn zu unterrichten.
• Der ehemlige Leipziger Musikstudent Johann Adolf Scheibe, liess sich in Hamburg nieder, wo die „neuzeitlichen“ Komponisten wirkten: Telemann, Händel. Er verfasste eine Kritik an Bachs Musik, die in weiten Kreisen wahrgenommen wurde (Hier im O-Ton).

> Die Hauptkritik galt seiner Vielstimmigkeit, anstatt der gut erkennbaren, nachsingbaren Melodie, die durch klare Harmonik begleitet wurde.

Dazu gibt es eine Erkenntnis der Psychiaterin Luise Reddemann, die folgende Erfahrung gemacht und daraus auch ihr Methode entwickelt hat, bei der die Resilienz (Widerstandfähigkeit der Seele) eine grosse Rolle spielt und Bach sich als „Schlüsselmusik“ entpuppte: PITT Psychodynamisch Imaginative Trauma Therapie.

„Als harmonisch galt jetzt (ab ca. 1720) eher, dass sich alle Stimmen einer führenden Stimme unterordneten. Das finde ich nun psychologisch interessant und für die Psyche eher einen Irrweg. Das eine ICH scheint mir, je länger ich mich damit beschäftige, umso weniger der inneren Wirklichkeit zu entsprechen.
     Viele Stimmen in uns zu erkennen, sie miteinander ins Gespräch zu bringen, gemeinsame Lösungen zu finden oder zu respektieren, dass jede Stimme ihr Eigenleben hat, erscheint mir viel humaner, zumindest eleganter.
Da können wir, indem wir uns Bachs Vielstimmigkeit, die seiner Zeitgenossen und Vorläufer immer wieder anhören, ermutigt werden, mehr zu den vielen Stimmen in uns zu stehen..
     Bachs Leben und Werk scheint mir aussergewöhnlich reich an Ressourcen und Resilienzfaktoren gewesen zu sein - trotz vieler Verluste von ihm nahe stehenden Menschen und den damit wahrscheinlich verbundenen Lebensbelastungen.
    Diesen Reichtum an inneren Kräften, der uns inspirieren kann, liste ich hier noch einmal auf:

Musikalität, Intelligenz, Interesse an Neuem und Lernbereitschaft, Konzentrationsfähigkeit, Lebensfreude und Glücksfähigkeit, Frömmigkeit, Liebesfähigkeit, Dankbarkeit, Offenheit für alle Gefühle und die Fähigkeit, sie auszudrücken, die Bereitschaft, sich mit Trauer auseinander zu setzen, die Fähigkeit, Dinge zu akzeptieren, (Gott-)Vertrauen, die Fähigkeit, Hilfe anzunehmen, die Fähigkeit, das Leben als ein Ganzes zu nehmen und Eingebundensein in sein grösseres Ganzes, die Fähigkeit „vielstimmig“ zu sein, Orientierung an einem übergeordneten Ziel, „Androgynie“, als die Kunst, weibliche und männliche Anteile in sich zu vereinen und nicht an den kulturell vorgegebenen Geschlechtsrollen zu kleben, hoher „Flow“.

Diese Liste ist sicher nicht vollständig, sie kann aber eine Orientierungshilfe sein.“

(Luise Reddemann, Überlebenskunst, 2006, S. 130f)

_3__Musik____
• Vergleich
_Händel (Melodie klar im Vordergrund):My heart is inditing (Coronation Anthem No. 4, HWV 261)
_Bach (Vielstimmigkeit): Lass, Fürstin, lass noch einen Strahl (Kantate BWV 189).

Wir singen:
Magnificat (hoch schätzen, rühmen | wunderbar, kostbar)
Text: Lukas Evang. 1, 46-55. Maria kommt zu Elisabet, nachdem der Engel Gabriel ihr die Schwangerschaft verkündete.
Maria sagt zu Elisabet: Magnificat anima mea Dominum. Meine Seele schätz hoch den Herrn.

7. Satz:
Fecit potentiam - Erbringt machtvolle Taten
Dreiklang-Bildung, à la Fanfare, voller „Tatendrang“.
(Musikbeispiele: Tempo zu schnell ;)

https://www.youtube.com/watch?v=s_WqJYFutfE

in bracchio suo - mit seinen Armen
dispersit superbos mente cordis sui - zerstreut, die im Herzen hochmütig sind.

Schluss: ab 01:00
• auf alle Stimmen „zerstreute“ Motive
• dann die beiden „Atopos“-Akkorde, Akkorde die in der Luft schweben, ohne Ziel
• Adagio(Langsam)-Schluss: Beruhigung der „blöffigen“ Herzen.

Detailbeschreibung
Takt 1: Dreiklang, „grosser, machtvoller" Klang.
Takte 29-31: nach den „zerstreuten“ Motiven, der Kontrast in den langezogenen Notenwerten: Die Zerstreung wirkt!
Letzter Achtel T.28: doppeltverminderter Vierklang (alles kleine Terzen): hat keine „Zukunft“, kann in 12 Richtungen weisen.
Erster Klang T. 29: übermässiger Dreiklang: der verwandte Akkord, aber grosse Terzen: hat auch keine Richtung, wirkt noch verlorener, da er „weit gedehnter“ wirkt als der d.verm. Dreiklang. Unglaublich starke Wirkung dieses „Zerstreut sein“, der „hochmutigen Herzen“. Musik dient genauestens dem Text! (cf. Monteverdi).


Abend_2 vom 15. September 2016


_1__Stimmbildung___
• Spannkraft des Körpers kanalisieren: z.B.
Füsse sich sanft berührend aufrecht hinstehen (grosser Zeh und Knöchel)
Hände/Finger in Pfeilform bringen
Arme möglichst nah am Ohr, möglichst gerade zum Himmel strecken
Hinterbacken ganz anspannen, Bauch reinziehen
Atmen
Kopf frei beweglich
so lange diese Stellung halten, bis der Körper (nicht die innere Stimme!) das Zeichen gibt zum langsamen Arme- runterlassen.

• Lippenform „o“: eher Mischlaut „o-a“, damit die Lippenform nicht ein beegendes „o“ ertönen lässt.
• Kieferbeweglichkeit: gähnen.
• Text immer wieder in den Hintergrund schicken und Klangbad im Vordergrund hören („Opern-Sound“)
• Lange, klangvolle, freie (nicht gepresste) o-a-Töne zum Klingen bringen: Laut - Leise - crescendo.


_2__Leben Bach: Autodidakt? Vieles ist ja unklar, was die Biografie von Bach betrifft. So auch, wieviel Unterricht er in Orgel, Komposition, Geige überhaupt je gehabt hat. Es wird angenommen, dass er bei seinem Bruder Johann Christoph doch einiges gelernt hatte. Wahrscheinlich hat er sich das meiste selber erarbeitet, was sehr zu seinem „unbedingten Anspruch“ überhaupt passt.

Ohrdruf: an diesem Gymnasium hatte er „Freitisch“, eine Art Stipendium, musste also nichts zahlen. Mit der Konfirmation war es damals üblich, selber für sich zu sorgen/schauen. Bach konnte nicht zu seinem Bruder Johann Christoph, ging dann nach Lüneburg, eine grössere Stadt mit fabelhaftem Ruf, wurde dort mit 14.5 Jahren aufgenommen.

Lüneburg: Wie selbständig und überzeugt von seinem Weg Bach als Vollwaise war, zeigt sich an seiner Initative nicht ins näher gelegene Nürnberg zu gehen, sonder ins viel weiter entfernte Lüneburg: die Qualität der Ausbildung soll hier um einiges besser gewesen sein (Nord-Süd-Gefälle). Es ist nicht ganz klar, ob er als Falsettist (männlicher Sopran) oder wirklich noch als Knabensopran aufgenommen wurde. Jedefalls wird er als begabter Sänger aufgenommen.

_Musik: ital. Inspiration
• Vivaldi: dies hat Bach von den Italienrn kennengelernt: Spielerisch, emotional klar gesetzt, eher einfach gebaut.
1. Themenaufbau (z.B. einstimmige Melodien in Oktaven, Wiederholungen: sehr prägnant).
2. Rhythmen: Schwung.
3. Akkordwiederholungen: Wirkung verstärken.
4. Ritornell-Form: sich wiederholende Refrain-Teile wie in einem Rondo: Wiedererkennungseffekt und Kontrastwirkung.
> eine eher nach aussen gerichtete Musikwirkung.
> Bach: suche nach Vielfalt, nicht Einfalt. Daher die Komplexität seiner Kompositionen (die innere Vielstimmigkeit im Äusserlichen offenbaren: L. Redemann: Resilienz. Die vielen Stimmen, die wir in uns hören nicht unterdrücken, sonder sprechen lassen und dadurch Erkenntnis machen, die unsere Widerstandskraft stärkt.

Einfluss von Vivaldi
Vergleich: Musikbeispiel: klare Melodie, Echo, Wiederholung
a) Vivaldi op. 7, Nr. 11
https://www.youtube.com/watch?v=MVd_Ks3pcMs
b) Bach BWV 31
https://www.youtube.com/watch?v=PNn5HwexVAU

Vorbilder für Bach:
Deutschland: Froberger, Pachelbel, Buxtehude, Reinke, Böhm, Kerll
Italien: Vivaldi, Albinoni, Frescobaldi, Corelli, Torelli
Frankreich (Cemb): Angleberts, Dieupart, Marchand
> Bach sprach Französisch, da er in Kreisen angestellt war, die dank der französischen Herrin mit viel französischer Musik unterhalten wurden. So konnte er diese Musik eingehend „studieren“.

_Musik__
Magnificat: 1. und 12. Satz (Reprise)

Klangrede, Rhetorik

1. Satz
1. Motiv: „Magnificat!“ (erhöhen, preisen, „wunderbaren“): Sechzehntel-Figur, Coloratur (Färbung, Verzierung, Schmuck): Freude, Erregtheit
2 verschiedene „Meinungen“, Arten, dies auszudrücken:
Sopran I: mit „Freuden“-Sprung
Sopran II: moderater, langgezogen, schauend: punkierter Achtel
Dann zusammen gleichklingend (homophon): „-gn-fi-cat“
Alt und Tenor mit vertauschter Stimme (doppelter Kontrapunkt: es passt auch mit verkehrter Stimme: kunstvoll ausgedacht von Bach: Vielfalt!)
gefolgt von 5-stimmigem (Ma-)gni-fi-cat.

3 Takte Musik, so viel Verschiedenes trägt zur Einheit bei: Resilienz, seelische Widerstandskraft.

12. Satz (Schlusssatz)
Gloria Patri: Ehre dem Vater

Alle 5 Stimmen gemeinsam: Ehre!
Vom tiefen Bass, dem Irdischen, mit Triolen „glo-o-o…": Dreifaltigkeit in jedem Motiv, eine Stimme nach der andern, allmählich ´gen Himmel schwebend, die Ehre dem himmlischen Vater erbietend.
dann alle zusammen „-ri-a Pa-tri“,
das dann gefolgt wird von Gottes Sohn, der, wie eine Feder langsam vom Himmel zur Erde schwebt: vom Sopran I (Himmel), Alt (Zwischenstation), Sopran II (eine Stufe nach oben), zum Tenor (zwei Stufen runter) und dann beim Bass landet, auf der Erde ankommt: (glo)-"ri-a Filio“, Ehre dem Sohn: das wieder alle zusammen singen.
nun ohne schwebende Feder, die hin und her schaukelt, folgt der „gloria et Spiritui sancto“, der heilige Geist in direktem Flug vom Sopran I, Sopran II, Alt , Tenor, Bass zur Erde.
Schliesslich „-o-ri-a et Spi-ri-tu-i“ alle zusammenklingend, bevor kleine Kommentare den Schluss dieser „Totale“ (Filmsprache: Ganzsicht einer Szenerie) wieder indivdualisiert und Regungen der einzelnen Stimmen Platz bekommen.
Uff. Was für eine Wirkung!

Danach (T.22) kommt die Reprise des 1. Satzes, allerdings mit neuen Ideen, wie sonst bei Bach!

„unbedingter Anspruch“ dies da Motto Bachs, besonders in Leipzig.
Er verlangt von den Ausführenden eine Gewandtheit, die diese noch nie anwenden mussten.
Und so verlangt er auch mehr gewandte Musiker und Sänger, mehr Geld letztlich, um seine Musik adequat aufführen zu können.

Er sei „hoch kreativ, innovativ und provokativ“. Dies das „Ach!“ seiner Vorgesetzten.


Abend_3 vom 22. September 2016



_1__Stimmbildung___
• Spannkraft des Körpers kanalisieren.

> 1. Übung
Füsse sich sanft berührend aufrecht hinstehen (grosser Zeh und Knöchel)
Hände/Finger in Pfeilform bringen
Arme möglichst nah am Ohr, möglichst gerade zum Himmel strecken
Hinterbacken ganz anspannen, Bauch reinziehen
Atmen
Kopf frei beweglich
so lange diese Stellung halten, bis der Körper (nicht die innere Stimme!) das Zeichen gibt zum langsamen Arme- runterlassen.
> 2. Übung
Arme auf Halshöhe verschränken
Hände greifen Ellbogengelenk ziemlich satt
NUR Oberkörper dreht, Hüfte bleiben an Ort, drehen eher ein bisschen in die Gegenrichtung.
Körper ist ganz aufgerichtet, beugt sich nicht mit den Armen zur Seite.

>> Wichtig:
Stets Hinterbacken anspannen.
Bauch möglichst stark nach innen ziehen.
Kopf bleibt immer beweglich.
Nur aufhören mit der Übung, der Spannkraft, wenn der Körper nicht mehr kann. Die Stimme „i mag jetzt nümme“ immer wieder vertrösten „chumm mach no chli witer“.

>> Klang
Immer wieder Trompetentrichter spüren: wie ein Ring, den die Lippen bilden (…logisch: die Lippen sind ja ein Ringmuskel…)
Unterkiefer öffnen (3 Finger breit)

• Lippenform „o“: eher Mischlaut „o-a“, damit die Lippenform nicht ein beegendes „o“ ertönen lässt.
• Kieferbeweglichkeit: gähnen.
• Text immer wieder in den Hintergrund schicken und Klangbad im Vordergrund hören („Opern-Sound“)
• Lange, klangvolle, freie (nicht gepresste) o-a-Töne zum Klingen bringen: Laut - Leise - crescendo.


_2__Leben Bach___
Ehe mit Maria Barbara Bach (Cousine 2. Grades)
7 Kinder (C.P.E. Bach, Wilhelm Friedemann)
3 starben
Nach 13 Jahren Ehe stirbt Maria Barbara (Juli 1720)

Hier stellt sich die Frage: wie ging Bach mit dieser Situation um?
Da sehr wenige persönliche Zeugnisse überliefert sind, sind es wenige Aussagen des Nachrufs (von Sohn Carl Philipp Emanuel verfasst), wenige Briefe und hauptsächlich seine Musik.

Drei Begriffe als Möglichkeit, den Menschen Bach zu begreifen:
1. Salutogenese: „Gesundwerdung“ (im Gegensatz zur Pathogenese, der „Krankwerdung“)
2. Kohärenzgefühl: Zusammenhalt, Einheit
3. Resilienz: Widerstandskraft, sich gegen erheblichen Druck von aussen zu behaupten.

1. und 2.
Die Gesundwerdung (Salutogenese) ist offenbar bei Bach geprägt vom sehr ausgeprägten einenden Zusammenhalt, der schon in seiner frühen Kindheit gewirkt hatte Kohärenzgefühl.
1. Er konnte intellektuell nachvollziehen, was geschieht [Verstehbarkeit].
2. Er wusste, dass er „es“ bewältigen konnte (emotional, intellektuell und musikalisch) [Handhabkeit].
3. Er wusste, dass es sich lohnt, sich zu engagieren, sich dem Aufwand zu stellen und für die Sache einzustehen [Bedeutsamkeit].

3.
Er hatte bewältigungsfördernde Ressourcen (Resilienz) zur Verfügung:
• gute schulische Leistungen: Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Intelligenz
• Kontrolle von Erregung, Emotion und Verhalten: schulische, familiäre, musikalische Unterstützung.

>> Die Nähe von Leben und Tod brachte die wachsende Integration der Ordnung des Lebens und der Ordnung des Todes.

Passende Luther-Worte (siehe auch Choral KGB 706), das die „Vanitas“-Wahrnehmung in Worte fasst (Vergänglichkeit, Nichtigkeit, früher auch Eitelkeit genannt: bekannter Kanon „Alles ist eitel, du aber bleibst…“, Andreas Gryphius):
Luther: „Mitten wir im Leben sind vom Tode umfangen, kehr es um! Mitten im Tode sind wir im Leben umfangen“.
Diese Worte drücken den Zwiespalt aus zwischen menschlicher Demut und Selbstbewusstsein. Diese Auseinandersetzung hatte in der Barockzeit, um 1700 ihren Höhepunkt. Um 1760 war dann mit dem bürgerlichen Aufschwung die Vanitas-Wahrnehmung überwunden. Das menschliche Selbstbewusstsein hatte sich etabliert, die Demut war „überwunden“, das „Menschenwerk“ muss nicht „eitel“, wertlos sein.

Wie viele Choralmelodien fusst auch dieser auf einer gregorianischen Melodie (Notker I zugeschrieben, St. Gallen, ca. 900 n.C.): https://www.youtube.com/watch?v=LltOeMZ0Uak

_3__Musik___
„Musik als Ort der inneren, der religiösen Verarbeitung“ (Andreas Kruse, 2013, S.93ff)

Es wird angenommen, dass Bach im Solostück für Violine (Partita D-Moll BWV 1004: verschiedene „Teile“, Sätze) den Schlusssatz, die Chaconne seiner eben verstorbenen Frau Maria Barbara widmete: Der Choral „Christ lag in Todesbanden“ klingt ganz deutlich an sowie viele weitere Assoziatitionen zu hören sind.

Chaconne: „hübsch, niedlich“, ein spanischer Tanz ursprünglich.
Wie beim Tanz üblich: sich wiederholende, gleichbleibende Elemente. Hier die immer gleichklingende Bassmelodie. Dies gibt Halt für den vielfältigen Ausdruck der Oberstimmen.
Sehr neu war: die mehrstimmige Linienführung auf einem einstimmigen Instrument.
Dieser Schlusssatz dauert ca. 13 Minuten, ein Ausmass, das die anderen ca. 3-minütigen Sätze bei weitem überragt.
Warum? Und warum eine Chaconne und nicht ein schneller „Gigue“-Tanzrhythmus, wie es üblich wäre?
Interessant ist auch, dass dieser Satz in drei Teile aufgeteilt ist: D-Moll - D-Dur - D-Moll.
Insgesamt 32 Variationen, davon im Mittelteil 10 in Dur:
Tonartcharakteristik:
D-Dur. Die Tonart des Magnificats: „...etwas Aufmunterndes, Eigensinniges“ (Mattheson, 1717); „für…Sachen, die Grösse haben“ (Rousseau, 1691).
D-Moll: „…etwas klagend, … ernsthaften Affekt (Stimmung), … über die Massen süss“ (Mattheson, 1717) „für das Ernsthafte“ (Rousseau, 1691).

https://www.youtube.com/watch?v=nuY5NH3VeDU
Chaconne: Minute 15:10

_4__Missa G-Moll___

https://www.youtube.com/watch?v=OD0mgcYmnT4

Eine Parodie: Er hat Sätze aus bestehenden Werken, die ihm wichtig waren, wieder verwendet.
Gilt als Spätwerk, da er sich weniger dem textlichen Inhalt, als der Musik gewidmet hatte.
Der lateinische Messetext (Kyrie und Gloria) ist inhaltlich „neutral“ und nicht ans Kirchenjahr gebunden und lässt daher keine Diskussionen aufkommen. Die „Missa tota“ umfasst 5 Teile: 1. Kyrie, 2. Gloria, 3. Credo, 4. Sanctus mit Hosanna und Benedictus, 5. Agnus Dei. Daher wurden die 4 Bachschen Messen „Missa Brevis“ genannt. Sie umfassten ja nur die 2 Teile der ganzen Messe.

Lutherische Messe: in der protestantischen Tradition die Vertonung lediglich des Kyries sowie Glorias.
Hat mit Luther als Person nichts direkt zu tun, nur mit der luth. Tradition.

Sie werden auch Figuralmessen genannt, da die Musik, die „Figuren“, die Mehstimmigkeit, die Vielstimmigkeit im Vordergrund steht.

Zur Erinnerung
"Viele Stimmen in uns zu erkennen, sie miteinander ins Gespräch zu bringen, gemeinsame Lösungen zu finden oder zu respektieren, dass jede Stimme ihr Eigenleben hat, erscheint mir viel humaner, zumindest eleganter.
Da können wir, indem wir uns Bachs Vielstimmigkeit, die seiner Zeitgenossen und Vorläufer immer wieder anhören, ermutigt werden, mehr zu den vielen Stimmen in uns zu stehen…“ (Reddemann, 6/2011, S. 130f)

>> gehört haben wir die ursprünglichen Kantatensätze (siehe in der Folge)
>> gesungen haben wir…
    Kyrie (BWV 102, 1. Satz, Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben)
https://www.youtube.com/watch?v=qqPLeoiMMn0

T. 21 und 26: auf kleinstem Raum (1 Motiv), kontrastierende Vielfalt. Jede Stimme hat ihre Aussage.
T. 21: Eröffnung, gemeinsamer Ruf, ABER: die Altstimme „erklärt“ noch ihre Haltung mit dem 2-taktigen Kommentar.
T. 26: Sopran und Alt: in Terzen, wie im Volkslied. Tenor: gleicher Ton: insistierend, pochend, verwurzelt. Bass: 3 gleiche Töne, dann kleiner Aufstieg. VIELFALT! Das ist doch Zusammenleben, oder!

    Cum Sancto (BWV 187, 1. Satz, Es wartet alles auf dich)
https://www.youtube.com/watch?v=e7OXhuQ5bi4
T.1 4-stimmige Fuge, mit treibender Synkope (verschobener Taktschwerpunkt)
bestätigender Quartsprung („Vo Schönebuech“, „O Tannenbaum“)
gefolgt von freudigen Sechzehtel Figuren.


Abend_4 vom 29. September 2016



_1__Stimmbildung___
Spannkraft des Körpers kanalisieren.
_____________________________
Wie gehabt, zur Erinnerung:

> 1. Übung
Füsse sich sanft berührend (grosser Zeh und Knöchel), aufrecht hinstehen
Hände/Finger in Pfeilform bringen
Arme möglichst nah am Ohr, möglichst gerade zum Himmel strecken
Hinterbacken ganz anspannen, Bauch reinziehen
Atmen
Kopf frei beweglich
so lange diese Stellung halten, bis der Körper (nicht die innere Stimme!) das Zeichen gibt zum langsamen Arme- runterlassen.
> 2. Übung
Arme auf Halshöhe verschränken
Hände greifen Ellbogengelenk ziemlich satt
NUR Oberkörper dreht, Hüfte bleiben an Ort, drehen eher ein bisschen in die Gegenrichtung.
Körper ist ganz aufgerichtet, beugt sich nicht mit den Armen zur Seite.

>> Wichtig:
Stets Hinterbacken anspannen.
Bauch möglichst stark nach innen ziehen.

Handkanten sind stets angespannt (schliessender Händedruck)
Kopf bleibt immer beweglich.
Nur aufhören mit der Übung, der Spannkraft, wenn der Körper nicht mehr kann. Die Stimme „i mag jetzt nümme“ immer wieder vertrösten „chumm mach no chli witer“.

>> Klang
Immer wieder Trompetentrichter spüren: wie ein Ring, den die Lippen bilden (…logisch: die Lippen sind ja ein Ringmuskel…)
Unterkiefer öffnen (3 Finger breit)

• Lippenform „o“: eher Mischlaut „o-a“, damit die Lippenform nicht ein beegendes „o“ ertönen lässt.
• Kieferbeweglichkeit: gähnen.
• Text immer wieder in den Hintergrund schicken und Klangbad im Vordergrund hören („Opern-Sound“)
• Lange, klangvolle, freie (nicht gepresste) o-a-Töne zum Klingen bringen: Laut - Leise - crescendo.


_2__Leben Bach: Die Wirkungsorte
_____________
1685 - 1703
Eisenach: Geburt 21. März 1685
Ohrdruf: Lateinschule (nicht Deutschschule)
Lüneburg (im Norden), anstatt Nürnberg (im Süden): renommiertes Gymnasium, im Norden „bessere“ Ausbildung.
     Hamburg: Treffen mit Organist Reinke
     Zelle: französische, italienische Hofmusik
_____________
1703 - 1707
Arnstadt:
     Lübeck (Buxtehude)
_____________
1708 - 1708
Mühlhausen
     Maria Barbara: Heirat
_____________
1708 - 1717
Weimar
     Hoforganist und Konzertmeister
     Halle: Wettstreit mit Marchand; dieser gibt mit vorzeitiger Abreise „Forfait“.
     pietistisch (wenig Musik) - lutherisch (viel Musik)
_____________
1717 - 1723
Köthen
     Hofkapellmeister: fast ausschliesslich weltliche Musik.
     Maria Barabaras Tod
     Hamburg:
     Anna Magdalena: Heirat
_____________
1723 - 1750
Leipzig
     Thomaskantor
     etliche Reisen, als Organist und als Überbringer von Kompositionen,

     auch zugunsten Anstellungen seiner Söhne Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann
___________________    
• lutherisch (überwiegend im Norden-Osten: Luther, Melanchthon, Bugenhagen, Krage): Bilder als didaktischer Zusatz, Abendmahl regelmässig, mit Oblaten, kath. Praxis (weitgehend gleich), liturgische Gesänge, Kruzifix in Kirchenraum
versus (Link)
• reformiert (überwiegend im Süden-Westen: Zwingli, Calvin, Bucer): Bildersturm, Abendmahl nur 4x im Jahr, mit Brot, Predigt im Zentrum des Gottesdienstes, Liturgie kann sehr unterschiedlich sein, kein Kruzifix
• „orthodox" versus aufklärerisch: Bach vertritt eher die orthodoxe Haltung: "Musik als wichtiges Mittel der Reifung des Menschen auf Erden, zum Lob Gottes, der Instanz der Menschwerdung“ (cf. neuer Rektor Thomasschule Ernesti: sehr begabter Philologe, der Musik als Zeitverschwendung ansieht: Bach sorgt sich und sieht die Neue Zeit (Aufklärung) unumkehrbar Einzug nehmen.)
• „sich hören lassen“ (Bach) - Bachs etliche Tatbeweise an Orgel und mit Kompositionen in zahlreichen Städten und Höfen.

_3__Musik weltlich: Instrumentales
Wenn du auf Youtube unter dem Bild „mehr anzeigen“ anklickst, werden oft die Zeiten zum Anklicken angezeigt, die dich auf weitere Werke führen.

• Bachs Hauptinstrument (-interesse…): Orgelwerke, Spätwerke Leipzig

• Bachs Musikklang zu Hause: Cembalo: Französische Suiten und Englische Suiten (moderner Flügel: Eisenrahmen)

• Trauermusik „Klagt, Kinder, klagt es aller Welt“ (BWV 244a), Tod des musikalisch sehr begabten Sohnes von Fürst Leopold von Anhalt-Köthen: 25 Sätze! In Anlehnung an den „Trauersatz“ (Partita D-Moll, BWV 1004, 5. Satz „Chaconne") für Maria Barbara, der 4x so lang ist, wie die anderen Sätze (14 Min.)
> italienischer Stil: spielerisch, „frisch“, Echo, wetteifern (konzertierend).

• 6 Brandenburgische Konzerte: Unterhaltungsmusik auf Bachsche „anspruchsvolle“, ideenreiche, Text-Musik-eng-beziehende Art. Z. B. Nr. 4 (mit Blockflöten)
> Spielfreude, Ritornelle (sich wiederholende Teile), kontrastreich, etc.: italienischer Stil à la Bach: entwickelt weiter.


• Kammermusik, Klavierwerk: Präludien-Fugen, Inventionen, Büchlein für Anna Magdalena, Goldbergvariationen  Goldberg, Bachs Schüler, bat ihn Gute-Nacht-Musik für seinen Herrn (Graf Kaiserling) zu komponieren, da er dem kränkelnden Herr jeden Abend Einschlafmusik vorspielen musste.
>> Wie so oft bei solchen Gelegenheitskompositionen, schuf Bach ein MeisterMeisterMeisterwerk für „Klaviatur“ solo: Thema (Aria) mit 32 Variationen, nicht unbedingt als einschläfernd einzustufen…

• Komponieren: Kunst der Fuge, unvollendet: ein Werk, bei dem Bach die „alte“ Zeit, die Kunst ein Thema (eine Melodie-Idee) in den verschiedenen Arten zu verarbeiten, verewigt, den am Kontrapunkt, er Polyphonie (Vielstimmigkeit) ‚uninteressierten‘ neuen Generation ein Vermächtnis zu hinterlassen, eben die Kunst eine Fuge (wie ein Kanon) in allen zu denkenden, auszuführenden Arten zu „erschaffen“.
Er konnte das Werk nicht vollenden, da er das Augenlicht gänzlich verlor.
> Notiert ist es in vier Notensystemen, d.h. es ist nicht ausdrücklich für ein bestimmtes Instrument geschrieben. Es ist die Konstruktion, die spricht. Die Besetzung ist offen. So gibt es auch die unterschiedlichst besetzten Einspielungen.

[Das letzte vollendete Werk ist die „grosse Messe“, Missa solemnis, die H-Moll-Messe, die schon in den 1720er-Jahren ihren Anfang nahm. Was Bach hier an Tiefe von Audruck, Klang und Spiritualität gelingt ist ein „opus summum“. Mehr geht nicht.]

_3a__Tasteninstrumente (alle aus Monochord entwickelt)

• Clavicembalo: Zupfinstrument, kein Forte-Piano-Spiel möglich (laut-leise), nur Lautenzug, mit dem ein Filz auf die Saiten gelegt wird, oder nur 1 Saite angezupft wird)

Clavichord: Mit Metallplättchen bestückte Tasten unterteilen die Saite, bleiben also während dem Klingen an der Saite, was einen einzigartigen Ausdruck ermöglicht: empfindsames Spiel von C.P.E. Bachs neuem Stil: singend, emotional direkt hörbar (es ist ein sehr leises Instrument), laut-leise ist gut zu hören. Auch so ein „zwingend“-tönendes Ausklingen der Töne, die länger liegen bleiben.

Hammerklavier (nur Beginn Hammerklavier: Das Forte-Piano): analog dem Hackbrett, aber mit Mechanik, schon 1717 erfunden, aber nicht weiterentwickelt.
Bach hat beim berühmten Orgelbauer, Gottfried Silbermann, dieses Instrument anerkennend gespielt und das „Musikalische Opfer“ (BWV 1079) beim König von Potsdam auf einem Hammerklavier vorgespielt.

• um ca. 1820 wurde der Holzrahmen der „Hammerflügel“ durch einen gusseisernen Rahmen ersetzt. Nun waren dickere Metall-Saiten verwendbar, da diese Konstruktion viel mehr Spannkraft auszuhalten vermag. Damit wurden auch die grösser werdenden Konzertsäle raumfüllend bespielbar: die Lautstärke des Instruments war nun viel grösser. Dies sind unsere heutigen Instrumente.


_4__Missa G-Moll___
Heute nur kurz Zeit zum Singen:
Gloria: Fugenthema: zuerst das klar gefasst „Statement“: Gloria!, gefolgt von ebenfalls klar gefassten Sechzehntel-Begeisterungsfiguren, die nicht auf Abwegen gehen, sonder sehr regelmässig, gleichbleibend in allen Stimmen vorkommen, jeweils gefolgt von gleichbleibenden Tonhöhen, mit dem „in excelsis Deo“, darauf bestehend, bestätigend.
> Fazit: Klarheit in der eher klaren Vielstimmigkeit: Gloria in excelsis Deo, Ehre sei Gott in der Höhe.

>>> Unsere Werke (Programm SingBach 2017) sind hier zu hören:

http://www.martinvoice.com/singschule-liestal/chorprojekt-singbach/


Abend_5 vom 20. Oktober 2016


_1_Stimmbildung___

 

Wie gehabt (siehe Abend 4)

  • Spannkraft-Übungen
  • den "Oooh"-Klang hegen und pflegen: Weite für die angehme, runde Tonfarbe.

 

_2__Leben Bach | Actus Tragicus: Ordnung des Todes, Ordnung des Lebens.

 

a)

Verbindung von theologischen und anthropologischen Haltungen

"Mitten im Tode sind wir vom Leben umfangen" (Luther)

 

Z.B. Der Verlust von Kindern im Alter von 3 Jahren, die sprechen und laufen können, lässt keinen Elternteil unberührt.

 

> Die Abhängigkeit annehmen, dass der Verlust der Gesundheit zum Tode führt.

> Die darauf gründende, für Bachs Leben sehr prägende Fähigkeit, loszulassen, gepaart mit dem Bedürfnis nach Selbstbestimmung, auch in der letzten Grenzsituation.

> Diese Selbstbestimmung aber eben auch gepaart mit der christlich fundierten Hoffnung auf ein jenseitiges Leben.

 

b)

Religiöse Bindung als Grundlage für die schöpferischen Kräfte am Lebensende.

 

Z.B. Bachs Verlust der Sehkraft, am Ende seines Lebens, was ihm das Komponieren, das Fertigstellen der Kunst der Fuge verwehrt, ein Werk, in dem Bach ALLE möglichen Arten, ein Thema, ein melodischer Einfall polyphon zu verarbeiten aufzeigt, ein Auslegen seiner Meisterschaft, eine "symbolische Rückgabe an Gott" (Kruse 2013, 230).

 

 

_3__Musik: Actus Tragicus

Kantate "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit" BWV 106

(1708, Mühlhausen; nur Abschrift von 1768 erhalten, als "Actus Tragicus" übertitelt)

 

Der 23-jährige Bach setzt sich mit der Verletztlichkeit und Endlichkeit menschlichen Lebens auseinander.

Bach lässt gleichzeitig das Memento mori  UND  die Erlösung durch Jesus Christus erklingen, als Ausdruck der Annahme und Überwindung eigener Endlichkeit (Kruse 2013, S. 231)

 

Nr. 2d:

> Chor: "Es ist der alte Bund, Mensch du musst sterben." Link zu Youtube: bei 08:06

> Sopran dazu: "Ja, ja, ja komm, Herr Jesu komm." Link zu Youtube: bei 09.06

> Choral instrumental zum Sopranpart dazugesetzt (Violinen T. 147-156): "Ich habe Gott mein Sach anheim gestellt".

 

__Nachtrag_____________________________________________

Das rechtzeitige Sich-Einstellen auf den eigenen Tod.

 

Der Actus Tragicus scheint als musikalisches (Meister-)Werk beispielhaft zu verklanglichen, was mit der

"Verbindung der Ordnung des Lebens mit der Ordnung des Todes" gemeint sein könnte.

Das Wiederentdecken von Ritualen wird, besonders angeregt von der Palliativmedizin, als Notwendigkeit hervorgehoben, um uns auf das Faktum unseres eigenen Todes emotional und kognitiv einzustellen.

(Kruse 2013, S. 257)

[Palliativmedizin: lat. palliare „mit einem Mantel bedecken“, fürsorglich, aufmerksam betreuen, während des Lebensabschnitts, der kurz vor dem Sterben erlebt wird.]

 


Abend_6 vom 03. November 2016


Bachs Leben in der Revue

Actus singen

Missa G-Moll singen

Magnificat singen